Wirken und Leben der Pauline Krone
Die Namenspatronin unseres Hauses wurde am 7.Dezember 1859 in Gniebel,
Kreis Tübingen geboren. Ihre Jugendjahre erlebte sie in Zürich,
wo ihr Vater Universitätsprofessor für Theologie war. Viele Jahre
verbrachte sie in Bötzingen am Kaiserstuhl als Frau eines Pfarrers
und erfreute sich großer Beliebtheit als Heimatschriftstellerin.
1915 siedelte sie, inzwischen Witwe geworden, nach Tübingen über
und führte mit ihrer Schwester Julie Wörner im Haus Nr.4 der Olgastraße
einen gemeinsamen Haushalt.
Dreißig Jahre lang wirkte sie als Wohltäterin für unzählige Menschen
in Tübingen.
Durch ihre schriftstellerische Fähigkeiten gelang es
ihr die Not und Hilfsbedüftigkeit in Zeitungsartikeln im In- und
Ausland, vor allem der Schweiz eindringlich zu schildern und dadurch
eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang zu setzen und zu halten;
u.a. kam es durch ihren Einsatz zu einer Patenschaft zwischen Schaffhausen
und Tübingen.
Das vermittelnde versöhnende Wesen von Pauline Krone, ihr klarer
Blick und ihr treffendes Wort machten ihre Mitarbeit für die öffentliche
und freie Wohlfahrtspflege in Tübingen äußerst wertvoll.
Als 1944 die Wohnung von Frau Krone bei einem Bombenangriff zerstört
wurde, wurde sie selbst, bis zu ihrem Tode im Februar 1945, Bewohnerin
des Bürgerheims.
Das am 4.Mai 1950 eingeweihte Altenheim an der Wilhelmstraße
87, inzwischen bestehend aus Gutleuthaus und Parkhaus, erhielt den
Namen "Pauline-Krone-Heim".
Die Einweihungsfeier war ein Akt tiefsten Dankes der
Tübinger Öffentlichkeit an die Verstorbene.
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